Galerie fortschrittlicher Arbeiterfotografen

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Urbanes Lesen Aus technologischer Sicht ist die Schrift ein Symbolsystem, mit dem gesprochene (oder gedachte) Worte auf ein anderes Medium übertragen werden können. (Wikipedia, Kulturgut). Gesellschaftlich gesehen ist die Kunst des Lesens die älteste Methode um systematisch Wissen zu verbreiten. Lange Zeit war diese Kunst den Herrschenden und den Kirchen vorbehalten. Mit der Erfindung des Buchdrucks wurde vorhandenes und neues Wissen der gemeinen Bevölkerung zugänglich. Bis in die heutige Zeit gilt Alphabetisierung (z.B. in der 3. Welt) als revolutionärer Akt, der hilft, gesellschaftliche Machtverhältnisse zu ändern. Die drastische Veränderung der Kommunikationsmittel im 20. Jahrhunderts bedroht das Kulturgut Lesen. Immer weniger Menschen sind bereit, längere Texte zu lesen. Kurztext-Dienste wie Twitter, 3-Wort Sätze oder Icons an Stelle von Kommentaren werden zur Gewohnheit. Lesen und damit Sprache verkümmern. Die Macht der Gewohnheit wird zur Gefahr. Jeder von uns ist davon bedroht, auf diese unheilvolle Entwicklung hereinzufallen. Aber es gibt sie noch, die Lesehungrigen! Bei meinen Streifzügen durch die Städte habe ich noch einige entdeckt.